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Klein Lummerland

 

        

 

 

 Pädagogische Konzeption Klein Lummerland

        
      

1.   Einleitung

2.   Rahmenbedingungen

3.   Personal

4.   Pädagogische Ausrichtung

5.   Unsere  Ziele

6.   Die Eingewöhnung

7.   Die Arbeit in der integrativen Krippe

8.   Zusammenarbeit mit Eltern

9.   Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

10. Fachberatung, Fortbildung

 

 

1. Einleitung

2009 öffnete die Krippe „Klein Lummerland“ mit ihrer ersten Gruppe. Das Gebäude wurde als Neubau an die „Integrativ Kindertagesstätte Lummerland“ erstellt.

2012 wurde es durch einem weiteren Neubau für eine zweite Krippengruppe erweitert und im Oktober 2012 fertiggestellt.

Träger der Einrichtung ist die ev.-luth. König-Christus Gemeinde.

In der „Integrativ Kindertagesstätte Lummerland“ werden Kinder ab einem Jahr bis zur Einschulung

  • in einer Krippengruppe und ab dem 01.08.2014 einer integrativen Krippengruppe
  • zwei Integrationsgruppen und einer Ganztagsintegrationsgruppe
  • einer Vormittagsgruppe und einer Nachmittagsgruppe

betreut.

 

2. Rahmenbedingungen

Rechtliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlage der Einrichtung ist das Kindertagesstätten Gesetz (KiTaG).

Seit dem 1. August 2012 liegt eine Verordnung zur Änderung der Verordnung der 2. DVO (Dienstvertragsordnung) vor, die in § 3 Voraussetzungen und Mindestanforderungen für eine integrative Betreuung in Krippengruppen erstmalig festlegt.

 

Öffnungszeiten

Die Krippe ist als Ganztagseinrichtung mit einer Betreuungszeit von 7.30/8.00 bis 14.30 Uhr geöffnet.

Es besteht die Möglichkeit einer bedarfsorientierten verlängerten Öffnungszeit, ab einer Anmeldung von mindestens 11 Kindern.

 

Mahlzeiten

Zu den Mahlzeiten der Krippe gehören das selbst zubereitete Frühstück, zwei Zwischenmahlzeiten und das in der Kindertagesstätte täglich frisch gekochte Mittagessen.

 

Gruppenstruktur

In der Krippengruppe „Molly“ werden höchstens 15 Kinder, davon mindestens acht Zweijährige betreut.

Die Gruppengröße der integrativen Krippengruppe „Nepomuk“ reduziert sich bei einer Betreuung von zwei bzw. drei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf auf 12 bzw. 10 Kinder.

Die 2. DVO-KiTaG sagt aus:

Eine Förderung in einer Gruppe von zwei oder drei Kindern mit Behinderung ist Vorrang gegenüber einer Einzelintegration zu geben. Im Falle einer Einzelintegration verringert sich die Gruppengröße um einen Platz.

 

Räumlichkeiten und Ausstattung

Die Räumlichkeiten der Krippe entsprechen den gesetzlichen Anforderungen des KiTaG.

Sie sind barrierefrei und können von allen Kindern - unabhängig von ihren Fähigkeiten - genutzt werden.

Jeder Gruppe stehen,

  • ein Gruppenraum mit Spielburg,
  • eine Teeküche,
  • ein Nebenraum,
  • ein separater Schlafraum,
  • ein Garderobenbereich,
  • ein Waschraum,
  • ein gemeinsam genutzter Intensivraum und
  • ein Abstellbereich für Buggys

zur Verfügung.

Die vorhandenen Räumlichkeiten und die zur Verfügung stehenden Spielmaterialien laden das Kind  zur Bewegung, Sprache und Sprechen, Experimentieren und Kontaktaufnahme ein.

Unterschiedlich gestaltete Ruhezonen bieten ihm ausreichende Rückzugsmöglichkeiten an.

Auf die Bedürfnisse des Kindes mit erhöhtem Förderbedarf wird individuell und flexibel durch eine ggf. notwendige Umgestaltung eingegangen.

 

Außenbereich

Der Außenbereich der Krippe liegt neben dem Spielplatz der Kindertagesstätte und ist durch einen kleinen Gartenzaum mit Tor von diesem getrennt. Mit den älteren Krippenkindern finden häufig Besuche auf dem KiTa Spielplatz statt.

Die Gestaltung des Geländes gibt Anreize für vielfältige Bewegungs- und Naturerfahrungen.

 

3. Personal

Zwei pädagogische Fachkräfte (Erzieherinnen) sind während der Kernbetreuungszeit in der Krippen-gruppe „Molly“ tätig.

Zusätzlich sind zwei dritte pädagogische Fachkräfte (Erzieher/-in) für insgesamt 22,5 Stunden wöchent- lich eingestellt.

Urlaubs- und Krankheitsvertretung werden von einer Vertretungskraft (Erzieherin) übernommen.

In der integrativen Krippengruppe „Nepomuk“ sind kontinuierlich zwei pädagogischen Fachkräfte (Erzieherinnen) und eine Heilpädagogin tätig.

Urlaubs- und Krankheitsvertretungen werden von einer Vertretungskraft (Erzieherin) übernommen.

 

4. Pädagogische Ausrichtung

Das Zusammenleben von Kindern unterschiedlichster Begabungen, Nationalitäten, Fähigkeiten und Möglichkeiten ist Teil unseres christlichen Menschenbildes.

Es bedeutet für uns im Krippenalltag eine lebendige Vielfalt an Begegnungen sowie die Auseinandersetzung mit dem jeweils Anderen im gemeinsamen Lernen.

Mit der Aufnahme des Kindes in die Krippe, ist für uns zunächst der Aufbau einer Beziehung zum Kind von zentraler Bedeutung.

Als Bezugsperson in der Krippe bedeutet die Erzieherin/Heilpädagogin für das Kind eine elementare Basis, die ihm Sicherheit, Verständnis und emotionale Wärme gibt.  

Mit der Erfüllung dieser Bedürfnisse, kann das Kind vertrauensvoll seine Umwelt neugierig und mit allen Sinnen entdecken.

Wir verstehen uns als Ganztagseinrichtung familienentlastend und -unterstützend.

Mit einem strukturiert gestalteten Tagesablauf, der flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht, geben wir ihnen wichtige Orientierungshilfen und Sicherheit.

Für uns ist jedes Kind eine eigenständige Persönlichkeit, das wir seiner Gesamtentwicklung sehen.

Als Entwicklungsbegleiterin schaffen wir durch gezielte Beobachtungen, Dokumentation und Aktionen die notwendigen Bedingungen die Entwicklungsprozesse des Kindes zu unterstützen.

Seine Interessen und Themen werden von uns in Anlehnung an den situationsorientierten Ansatz aufgegriffen und in die Angebotsplanungen einbezogen. 

Berücksichtigung finden ebenfalls die Handlungsempfehlungen „Die Arbeit mit Kindern unter drei“ zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen.

 

5. Unsere  Ziele:

  • dem Kind das Gefühl von Angenommen sein und Wohlbefinden zu vermitteln
  • das Kind in seiner Individualität und Ganzheit wahrzunehmen
  • dem Kind Zeit lassen, sich handelnd und erlebend mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen
  • das Kind zur Eigeninitiative ermutigen
  • die Entwicklung seiner der psychomotorischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten unterstützen und  begleiten
  • dem Kind  helfen, seine Ausdrucksmöglichkeiten auf sprachlicher, emotionaler und kreativer Ebene zu erweitern
  • dem Kind Zeit geben, um in seinem Tempo Erfahrungen machen zu können
  • das Kind begleiten, sein eigenes Ich zu entdecken und seine Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren
  • individuell geäußerte Beschwerden des Kindes wahrzunehmen und die Kinder zu ermutigen diese zu äußern
  • die Aufmerksamkeit und Akzeptanz füreinander zu wecken
  • die Offenheit und natürliche Neugierde der Kinder zu fördern, um voneinander zu lernen und zu profitieren
  • einen behutsamen Übergang in die Kindertagesstätte zu gestalten

 

6. Die Eingewöhnung

Eine behutsame Eingewöhnung in Anlehnung an das „Berliner Modell“, schafft die Grundlage für einen sicheren Start des Kindes in die Krippe.

Hierbei ist für uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. In einem ersten ausführlichen Gespräch informieren wir uns über Gewohnheiten, Vorlieben, Abneigungen, evtl. Krankheiten sowie Essens- und Schlafzeiten. Das Eingewöhnungsmodell wird mit den Eltern besprochen und eine erste Kontaktaufnahme zum Kind findet statt.

Während der Eingewöhnungsphase steht die Beziehung zwischen Erzieherin/Heilpädagogin und Kind im Vordergrund. Ein sanfter Übergang in die Krippe ist gelungen, wenn das Kind eine Bindung zu uns aufgebaut hat und sich sicher fühlt.

 

7.  Die Arbeit in der integrativen Krippe

Die in der integrativen Krippengruppe „Nepomuk“ tätige Heilpädagogin und Erzieherin, verfügen über langjährige Berufserfahrungen in einer integrativen Gruppe der Kindertagesstätte und Krippe.

Für uns ist jedes Kind eine individuelle Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen und wir nehmen es als einzigartig, sozial und aktiv in seiner Umwelt wahr.

Zusätzlich zur heilpädagogischen Arbeit in der Gruppe fördern wir das Kind mit erhöhtem Förderbedarf, gezielt in der Kleingruppe oder Einzelsituation gefördert.

Die regelmäßige Dokumentation seiner Entwicklung beinhaltet Beobachtung, die Erstellung von Förderplänen, eine Entwicklungsstandserhebung und Reflexionen. Die Inhalte der heilpädagogischen Arbeit werden so für Eltern und Mitarbeitende transparent und nachvollziehbar.

Durch die kontinuierliche enge Zusammenarbeit der heilpädagogischen Fachkräfte von Krippe und Kindertagesstätte wird dem Kind mit erhöhtem Förderbedarf ein nahtloser und behutsamer Übergang in die KiTa ermöglicht.

 

8.  Zusammenarbeit mit Eltern

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern ist Voraussetzung für das Gelingen unseres Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages.

Regelmäßig finden mit den Eltern Gespräche über die Entwicklungsschritte ihres Kindes statt. Hierbei nutzen wir die Entwicklungsdokumentation als Gesprächsbasis.

Als Ansprechpartner ihrer Fragen stehen wir den Eltern jederzeit zur Verfügung.

Die während des Jahres angebotene Aktivitäten wie Elternabende, gemeinsame Feste, Gottesdienste oder Ausflüge geben den Eltern die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und gegenseitigem Kennenlernen.

 

9. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Um eine umfassende und ganzheitliche Förderung der Kinder – sowohl mit als auch ohne erhöhten Förderbedarf – zu gewährleisten, ist für uns die Kooperation mit anderen Institutionen unerlässlich.

In unserer Einrichtung tätig sind:

  • die Ergotherapeuten
  • die Physiotherapeutin
  • die Logopädin
  • die Frühförderung

Mit unserer Einrichtung arbeiten folgende Intuitionen zusammen:

  • Kinderärzte
  • das Gesundheitsamt
  • das Sozialamt
  • Fachärzte für Pädaudiologie, Orthopädie
  • ggf. betreuende Kinderkliniken
  • die Tagesbildungsstätte Bad Laer als Fachberatung
  • Kindertagesstätten und Krippen

9. Fachberatung, Fortbildung

Die Fachberatung ist fester Bestandteil der Reflexions- und Dokumentationsarbeit in der Krippe. In der integrativen Krippenarbeit hat sie einen besonderen Stellenwert. 

Sie ermöglicht den Fachkräften, ihre inhaltliche Arbeit zu reflektieren und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Eingebrachte Anregungen und neue Ansätze werden diskutiert und ggf. in die alltägliche Arbeit übernommen.

Aufbauend auf der fachlichen Qualifikation als Erzieherin/Heilpädagogin ist eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung zu Themen der frühkindlichen Bildung notwendig. Neu erworbene Erkenntnisse qualifizieren die Erzieherin/Heilpädagogin und sind Grundlage für ein professionelles Handeln.